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Reisende soll man nicht aufhalten (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 2
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Gruselig (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 0
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Irritation (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 1 1
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Kaffeekraenzchen (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 1 1
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Fahrgemeinschaft (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1
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Oma zur Rettung! (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 1 5
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Lebenserfahrung 4tw! (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1
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Der bunte Koffer (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 1 1
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Leo, sechs Jahre (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1
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Der geheimnisvolle Laden (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 2
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Reiseziel: Hauptstadt (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 3
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Die perfekte Japanerin (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 3 8
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Das Wort der Herrin (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1
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Hexenhaushalt (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1
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Detektivarbeit (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 0
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Das Problem Social Media (Tf/Tg) :iconsternendruide:Sternendruide 0 1

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Black Cat - Marvel by MonoAbel Black Cat - Marvel :iconmonoabel:MonoAbel 238 8 Naked beauty 2 by EkaterinaFr
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The Witcher - Yennefer by MilliganVick The Witcher - Yennefer :iconmilliganvick:MilliganVick 699 21 Being Young Again - Part B by totemscaptions Being Young Again - Part B :icontotemscaptions:totemscaptions 74 4 Stella by DenisGoncharov
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Jean's Genes - Experiment One - Chapter 05
[Investigation of Female TF - Anthro Black Cat]
Lining up her paws with the pedals in her hatchback had been tricky, but she'd quickly got the hang of driving in her current form.  Just in case, Jean was going a little slower than usual.  She had also put on a disguise, bundling herself in a loose-fitting sweatshirt, baggy sweatpants she stole from her husband's drawer, a scarf to cover most of her face, and a beanie to cover her ears.  From another car, her furry paw-hands would probably just look like black gloves, and nobody could see her feet from that angle any way.  She was also wearing dark sunglasses to hide her reflective golden irises and not freak out the few cars still driving around the small town.  Even though it was night time, her sight evened-out through the dark glasses thanks to her new eyes and accompanying night-vision.  Occasionally, when there were no other cars around, she would take a peek around them, noticing just how bright the
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Leopardess by Mamonde747 Leopardess :iconmamonde747:Mamonde747 53 10 Ballet Kitteh II by mjranum
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Agent of Ceiling Cat by mjranum
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Agent of Ceiling Cat :iconmjranum:mjranum 676 44
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Skull kiss by Xilstudio
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Erklärung:

Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Mag 11111111111111111111322113222112231



Reisende soll man nicht aufhalten

„Julia hat mit ihrem Einwand recht.“, meint Grete dazu. „Ich denke, es wäre besser die Fahrt nicht unnötig zu verlängern. Ich lade Euch alle zu einer kleinen Mahlzeit hier im Autobahnrestaurant ein.“

„Reicht dir die kurze Pause um wieder fit zu werden?“, fragt Julia ihre Freundin.

„Ich denke schon. Zur Not renne ich ein paar Runden um den Parkplatz, um meine Beine wieder zu durchbluten.“

„Ich mache mit!“, grinst Julia sie an.

„Wahrscheinlich kommt jetzt der Teil, in dem die dürren Hühner über das Abnehmen diskutieren!“, foppt Ina die beiden mit einem breiten Grinsen.

„Ina, sei nicht so unhöflich!“

„Ach was! Miteinander gehen wir auch nicht anders um.“

Schließlich lachen alle vier.


Das Essen ist, wie es zu erwarten war, ziemlich überteuert und mäßig lecker. Die kurze Zeit, die sie zum Essen benötigen, reicht der Durchblutung von Ellis Beinen nicht aus, vielleicht auch, weil sie dabei schon wieder sitzen. Deshalb läuft sie anschließend mit Julia tatsächlich drei Runden um den Parkplatz. Als sie wieder beim Wagen ankommen und wieder zu Atem kommen, lächelt Grete die Beiden an.

„Ich habe die Zeit gerade zum nachdenken genutzt. Da ich nun jederzeit auch das Steuer wieder abgeben kann, habe ich gar nicht mehr so viel Angst. Wäre es in Ordnung für euch, wenn ich das nächste Stück fahre?“

„Klar. Es ist doch ihr Auto.“, nickt Elli etwas verständnislos.

„Sie meint, ob wir Angst haben, wenn sie fährt...“, kichert Julia. „Ich denke, wir haben vollstes Vertrauen!“

Jetzt lacht auch Elli. „Natürlich. Sie wussten auch nicht, wie ich fahre, und haben mir dennoch ihr super-teures Auto anvertraut. Das Vertrauen gebe ich gerne zurück.“

„Wir wollten uns doch duzen.“

„Entschuldigung.“

Wieder muss Ina ein wenig sticheln: „Aber sie ist eine alte Schachtel mit Brille!“

„Die aber wenigstens den Mut hatte, überhaupt einen Führerschein zu machen!“, kontert Grete.

„Es schaut so aus, als wenn Ina etwas Langeweile hat, und deshalb ein wenig Aufregung sucht. Vielleicht können wir ein paar Spiele machen, damit sie etwas ausgeglichener wird!“

„Du hast ein gutes Gefühl für Situationen und Menschen, Julia. Heutzutage bekommen viele junge Frauen solche Dinge gar nicht mehr mit. Man könnte fast denken, sie wollten wie Männer werden.“

Julia wird ein wenig rot und weiß nichts darauf zu antworten, während Elli sich vor Lachen kaum noch halten kann.“

„Habe ich etwas falsches gesagt?“, wundert sich Grete.

„Nein, nein. Sie haben nur unwissentlich etwas angesprochen, was zwischen uns beiden gerade ein Thema ist. Sie haben nichts falsch gemacht. Wenn man dieses Thema bedenkt, ist es jedoch unglaublich witzig!“, bringt Elli zwischen ihren Lachern heraus.

„Ja, eigentlich ist es ziemlich witzig.“, gesteht Julia grinsend, blickt aber trotzdem weiter zu Boden.

„Es war als Kompliment gemeint!“, versucht Grete noch einmal deutlich zu machen.

„Und ich habe, trotz meiner Langeweile, nicht einmal gestichelt. Das kannst du getrost als Zustimmung werten!“, bringt sich nun auch Ina ein.

„Ich habe es auch als Kompliment verstanden, danke. Ich war nur ein wenig sprachlos.“

Elli hat sich nun beruhigt. Sie setzt sich demonstrativ auf den Beifahrersitz und fragt: „Im navigieren nach den Sternen bin ich nicht besonders gut. Vielleicht sollten wir weiter fahren, solange es noch hell ist.“

Schnell setzen sich alle in den Wagen. Grete ist eine gute und umsichtige Fahrerin, wenn sie auch etwas behäbiger fährt als Elli. Ohne die Angst, die Strecke nicht zu schaffen, blüht sie förmlich auf. Julia und Ina beginnen wirklich mehrere Autospiele, um sich zu beschäftigen. Sie bilden Wörter aus den Buchstaben der Nummernschilder und spielen: „Ich sehe was, dass du nicht siehst...“. Bald steigen auch die anderen beiden Frauen mit ein.


Nach einer ganzen Weile fragt Elli, ob sie wieder das Steuer übernehmen soll. Doch Grete möchte noch ein Stück weiter fahren.

„Es rollt sich gerade so gut! Ich wäre nur glücklich, wenn du kurz vor der Hauptstadt wieder übernehmen könntest. Schon in meiner Jugend war die Stadt eine Katastrophe, was den Verkehr anging. Laut Melanie ist es wohl immer noch so.“

„Das mag schon sein. So machen wir es. Wenn die anderen Autofahrer sich nicht benehmen, werde ich häufigen Gebrauch von der Hupe machen.“


Es ist tatsächlich schon dunkel, als endlich die Lichter der Großstadt am Horizont auftauchen. Mittlerweile fühlen sich die vier Reisegefährtinnen wie alte Bekannte. Sie haben viel erzählt und gelacht. Melanies Adresse ist, auch durch Ina und Gretes Ortskenntnis, leicht gefunden. Sie parken im Hinterhof des Hauses. Elli und Julia tragen selbstverständlich die schweren Koffer der alten Damen noch mit hoch.

„Ihr Beide seid so lieb!“, freut sich Grete.

„Ach, Iwo,“ antwortet Elli, „wir wollen uns doch nur den dringend nötigen Toilettenbesuch erschleichen!“

„Da sagst du was, liebes!“, nickt Ina, und spurtet, trotz ihres Alters, geradezu behende die Treppen hinauf. „Aber ich bin Erste!“

Julia lacht dazu. „Ihr beide seid im Wesen wirklich sehr unterschiedlich.“

„Das war immer schon so. Ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht. Wir sind alt, gehen uns gelegentlich auf die Nerven, und lieben uns immer noch. Wenn ich einige meiner Freundinnen sehe, dann haben wir Schwestern gut getroffen.“

„Vielleicht liegt es zu einem guten Teil an euch. Ihr könnt stolz darauf sein.“ sagt Julia dazu.

„Irgendwie bin ich gerade ein wenig sentimental.“, sagt Elli ganz in Gedanken.

„Warum denn das?“, fragt Grete.

„Ich mag euch beide, und jetzt ist der Abschied nah. Wollen wir unsere Telefonnummern austauschen, und irgendwann einmal zusammen einen Kaffee trinken gehen?“

„Gerne!“, lacht Grete. „Aber wenn ich meine Nichte richtig einschätze, dann werdet ihr jetzt erst einmal etwas Speis´ und Trank bekommen. So können wir den Abschied noch ein wenig hinaus zögern.“

„Wir wollen aber nicht zur Last fallen!“

„Das tut ihr bestimmt nicht. Melanie ist eher beleidigt, wenn ihr es ablehnt.“

„So ganz ehrlich gesprochen: Ich habe durchaus ein wenig Hunger.“, nickt Julia.

„Aber zuerst die Toilette!“.


Elli und Julia stehen ein wenig verloren im Flur und unterhalten sich leise über ihr weiteres Vorgehen, während Grete und ihre Nichte sich ausgiebig herzen und Neuigkeiten austauschen. Dann werden auch sie hereingebeten. Melanie ist etwa Mitte Dreißig, so groß wie Julia und hat das selbe, charismatische Lächeln wie ihre Großmutter. Sie hat straßenköterblonde Locken, die im Moment ungebändigt machen was sie wollen.

„Ihr seid also die beiden Frauen, denen ich die heile Ankunft meiner beiden alten Damen zu verdanken habe?“

„Das sind sie!“ bekräftigt Grete ihre eigene Aussage, und stellt die beiden vor. „Elli ist gefahren und Julia hat Ina und ihr Genörgel in Schach gehalten.“

„Da ist es kaum zu entscheiden, wer von euch den schwereren Job hatte!“, lacht Melanie.

„Das habe ich gehört!“, ertönt es aus dem Bad, dessen Tür direkt vom Flur abgeht.

Alle lachen. Grete klopft kurz gegen die Tür. Beeile dich mal, du alte Schachtel. Sonst darfst du gleich Ellis Unfall wegwischen“

Es poltert ein wenig, und Ina kommt heraus. „Dann mal schnell rein in die gute Stube, Elli. Ich muss sowieso Melanie noch ordentlich begrüßen. Gerade war ich ein wenig in Eile.“


Elli verschwindet im Bad als Ina und Melanie sich genau so innig in die Arme fallen, wie zuvor mit Grete. Julia freut sich, als sie das sieht. In Gedanken vergleicht sie es mit ihrer Mutter, die fast nie körperlichen Kontakt mit Julian hatte, seit er vielleicht zehn war. Mit seiner Schwester geht sie bis heute etwas herzlicher um, wenn auch nicht viel. Die beiden Frauen in seiner Familie umarmen sich auch sehr selten, aber es kommt vor.

„Vielleicht ist das so ein Männer – Frauen Ding.“, überlegt sie.

Ein plötzliches Kitzeln in der Seite lässt sie hochschrecken. Ina steht grinsend neben ihr und erklärt Melanie: „Julia ist die nachdenkliche und sensible von den Beiden. Ich denke, die muss man zwischendurch mal aus ihrer Gedankenwelt holen!“

„Durch Kitzeln?“, beschwert sich Julia. „Ina, du bist grausam. Erst willst du uns auf der Fahrt mit Volksmusik quälen, und jetzt erschreckst und kitzelst du mich auch noch!“

„Siehst du, Ina, sie hat dich sofort durchschaut!“, lacht Grete.

„So bin ich, grausam und gemein. Unverschämt bin ich auch noch. Gibt es bei dir heute Abend auch noch etwas zu Essen?“

„Da ich nicht wusste, wann ihr kommt, habe ich beschlossen bei dem Inder zu bestellen, bei dem ihr Beide beim letzten mal so gerne eingekehrt seid.“

„Das ist eine tolle Idee. Gut, dass du dir heute nicht auch noch viel Arbeit machst. Morgen wird es stressig genug.“, nickt Grete ihrer Nichte zu.

Die Frauen betreten ein großes Wohnzimmer mit abgeschliffenen Bodendielen, einer wunderbar gemütlich aussehenden Sofaecke, unglaublich hohen Bücherregalen und unzähligen Bildern an den Wänden. Die sind Julia auch schon im Flur aufgefallen.

„Das habe ich mir auch gedacht. Hier, Ina, schau dir doch schon einmal die Karte an.“

„Oh, ich weiß schon. Das mit dem Lamm und den Kartoffeln in der Pfanne. Das war ziemlich lecker. Hühnchen esse ich auch zu Hause.“

„Ein gutes Argument!“ Melanie schreibt die Bestellnummer auf und reicht die Karte an Julia weiter.

„Ich denke nicht, dass Elli und ich uns das leisten können. Wir sind gerade in einer, ich sage mal, speziellen Situation.“ Julia wird rot. Es ist ihr peinlich, nicht einmal ein Essen bestellen zu können. Elli besitzt vielleicht noch ein wenig Geld, sie aber ist völlig mittellos. Sie hat nicht einmal Kleidung zum Wechseln. An das Geld auf ihrem Konto kommt sie nicht heran, ohne sich vielleicht einer Lebensgefahr auszusetzen.

Grete schiebt sie mitten auf das Sofa und setzt sich direkt daneben. Melanie nimmt auf der anderen Seite platz.

„Hör mal, Julia. Ina und mir ist schon aufgefallen, dass ihr für eure Reise kein Gepäck habt. Außerdem merkt man euch an, dass ihr nachdenklich seid und zwischendurch Angst vor etwas habt. Zum Glück ist mir das erst klar geworden, als wir schon unterwegs waren, sonst hätte es dieses wunderbare Arrangement vielleicht nicht gegeben. Ihr seid tolle Mädels, und wir werden euch helfen. Ich verlange nicht, dass ihr mir dazu euer Geheimnis verratet.“

„Danke.“, sagt Elli von der Tür aus, die gerade aus dem Bad gekommen ist. „Unsere Situation ist nämlich in aller erster Linie völlig verrückt. Eine Erklärung wäre äußerst schwierig.“

„Was wir dazu sagen können ist, dass wir die Stadt verlassen mussten, ohne noch einmal in unsere Wohnungen zu können. An unsere Konten können wir nicht heran, weil wir sonst eine Spur hinterlassen würden. Wir haben nicht einmal Kleidung zum Wechseln.“

Jetzt strömen die Tränen. Der ganze Druck entlädt sich plötzlich, als Grete ihre Hand nimmt. Julia sinkt schluchzend in Gretes Arme. Melanie streichelt ihr beruhigend über den Rücken. Auch Elli laufen die Tränen über die Wangen, sie bleibt jedoch ein wenig gefasster. Sie setzt sich auf das freie Sofa, Ina besetzt den wunderschönen Ohrensessel.

Irgendwann hat Julia sich einigermaßen beruhigt. Sie schnäuzt eine ganze Packung Taschentücher voll, bis sie sich gefasst hat. Die körperliche Nähe von Grete und Melanie tut ihr unglaublich gut. So eine Art von Trost kennt sie nicht. Sie schaut zu Elli und setzt sich dann neben sie. Jetzt ist es an ihr zu trösten. Sie nimmt Ellis Gesicht zwischen die Hände und küsst ihre Tränen fort. Erst als sich auch Elli beruhigt hat, fällt ihr auf, dass es vielleicht unangemessen war. Brav setzen die beiden sich neben einander.


„Ist es, weil ihr beide ein Paar seid?“, fragt Melanie ganz unbeeindruckt.

Die beiden schauen sich an. Die Erklärung wäre einfach. Elli denkt gerade das Selbe, sieht Julia in ihren Augen. Dann schüttelt sie kaum merklich den Kopf und beschließt, so nah wie möglich an der Wahrheit zu bleiben.

„Nein. Wir sind eigentlich auch nicht so richtig ein Paar. Also, im dem Sinne, dass wir schon lange zusammen sind.“

„Im Moment sind uns viele Sachen noch nicht so richtig klar.“, bestätigt Elli. „Allerdings haben wir uns schon ziemlich ineinander verliebt. Ich bin lesbisch, Julia allerdings weiß eigentlich gar nicht so richtig, was sie ist.“

„Das Küssen sah aber schon recht eindeutig aus. Ich wünschte, mich würde noch einmal jemand so küssen!“, wirft Ina ein.

„Du würdest vielleicht jemanden finden, wenn du nicht immer so garstig wärst!“, antwortet Grete verschmitzt.

„Was aber ist dann geschehen?“, wendet sich Melanie an die beiden Freundinnen.

„Ich habe etwas im Wald gefunden und mit nach Hause genommen. Es hat sich herausgestellt, dass unheimliche und gefährliche Leute diesen Gegenstand haben wollen. Sie haben erst mich, und dann uns Beide, versucht umzubringen.“

„Ich wollte es zuerst nicht glauben, aber es war leider sehr real. Ich bin Julias Nachbarin, und habe sie verletzt in ihrer Wohnung gefunden. Nachts heben sie dann Hunde auf uns gehetzt.“

„Warum seid ihr nicht zur Polizei gegangen?“, fragt Grete erschrocken.

„Das wollten wir. Dann kamen jedoch Polizisten, die uns gesucht haben. Wir sind erschrocken und hatten Angst, dass sie gekauft sind. Sollten wir von ihnen wegen einer Aussage festgehalten werden, hätten wir keine Chance mehr den möglichen Attentätern zu entkommen. Also haben wir uns so unauffällig wie möglich fort geschlichen, um erst einmal darüber nachdenken zu können.“, berichtet Elli von den Ereignissen.

„Könnt ihr den Leuten das Ding nicht einfach geben?“, fragt Ina. Sie ist eine praktisch veranlagte Frau.

„Darüber habe ich nachgedacht. Es gibt aber zwei ziemlich große Gründe dagegen.“

Melanie nickt und sagt dann: „Wenn es so kritisch ist, dass es sich lohnt dafür zu töten, dann ist euer Leben ohne das Druckmittel kein Pfifferling mehr wert. Das ist zumindest in den meisten Filmen so, und an diesem Punkt halte ich sie für relativ realistisch.“

„Das ist der eine Grund. Der andere ist aber noch viel wichtiger für mich. Ich würde eher sterben als ihnen den Gegenstand zu überlassen. Sie könnten wirklich viel Unheil damit anrichten.“

„Aber es ist keine Atombombe oder so etwas?“, fragt Grete erschrocken.

„Nein, da kannst du dich beruhigen. Es ist aber trotzdem sehr gefährlich.“, beschwichtigt Elli.

„Was ist es denn nun?“, fragt Ina neugierig.

„Sagt es bitte nicht!“, geht Melanie dazwischen. „Dieses Wissen könnte uns auch zu Zielscheiben machen.

Elli und Julia nicken. Ina denkt kurz nach und lenkt dann ein: „Belassen wir es dabei. Bestellen wir erst einmal das Essen. Ich lade euch beiden ein, denn ihr habt eine gehörige Portion Spannung in mein langweiliges Leben gebracht.“

Als die beiden Schwestern und ihre Nichte herzlich lachen, müssen auch Elli und Julia grinsen. Grete und Ina fragen Melanie zu der geplanten Freier aus. Die Unterhaltung zieht sich bis zum Nachtisch. Melanie hat gebackene Bananen mit Honig für alle bestellt. Sie schlemmen und freuen sich über die beim erzählen leuchtenden Augen der Braut. Irgendwann stellt Julia fest, das Elli auf der Couch eingeschlafen ist. Sie krault ihr zärtlich den Nacken.


Melanie spricht Julia an: „Ich denke, nach der Geschichte von vorhin habt ihr nicht einmal eine Bleibe für heute Nacht, nicht wahr?“

Traurig schüttelt Julia den Kopf.

„Ich habe ein Lösung.“


Mag 111111111111111111113221132221122311: „Ein Freund von mir arbeitet in einem Hostel.“

Mag 111111111111111111113221132221122312: „Ihr schlaft in meinem Atelier.“

Mag 111111111111111111113221132221122313: „In der Chaos-WG nebenan ist gerade ein teilmöbeliertes Zimmer frei. Da könnt ihr vielleicht auch länger bleiben.“



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Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Wald 3111232


Gruselig

Jenni hat keine Idee, wie lange sie schockiert still am Teich gestanden, und sich immer wieder darin angeschaut hat. Die Sonne geht gerade unter. Sie hebt vorsichtig einen Vorderhuf und versucht damit, an ihr neues Gesicht heran zu reichen. Das gelingt ihr nur, wenn sie den Kopf an ihrem langen, schlanken Hals senkt. Sie streicht mit der „Hand“ über ihre Schnauze. Es fühlt sich an, als wäre die Hand nun rund und dünn. Außerdem kleben die Finger zusammen. Trotzdem kann Jenni durch die fellüberwachsene „Hand“ etwas fühlen. Sie streicht mehrfach über die Schnauze. Ihre schwarze Nase glänzt im spiegelnden Wasser des Teiches. Probeweise streckt Jenni ihre Zunge heraus. Sie ist ziemlich lang und reicht so weit, dass sie damit ohne Probleme über die gesamte Nase lecken kann.

„Das ist schon ziemlich cool!“, kommt es ihr in den Sinn. „Aber was mache ich nun? Agatha will, dass ich mich hilflos und ausgeliefert fühle, um mich zu gruseln. Das hat sie geschafft. Was mache ich nun?“


Vorsichtig begibt sich Jenni auf die kleine Wiese neben dem Garten. Sie ist recht wackelig auf den langen Rehbeinen unterwegs. Anfangs sinken ihre Hufe im durchweichten Boden des Ufers tief ein. Das ist Jenni unangenehm. Der Matsch bleibt im Fell hängen. Sie kommt nur langsam voran, denn sie denkt bei jedem Schritt nach, welches Bein nun an der Reihe ist. Nach kurzer Zeit merkt sie, dass die Lösung ist wahrscheinlich genau das umgekehrte Verhalten ist. Jenni atmet tief durch und versucht, wie bei einer Meditation, nicht mehr zu denken. Dieses Vorhaben gelingt nicht, denn die vielfältigen, neuen Gerüche, die dabei in ihre Nase dringen, sind viel zu dominant. Der gewünschte Effekt tritt durch die Ablenkung aber auch ein: Sie läuft ein paar Schritte in jede Richtung, aus der ein spannender Geruch kommt, ohne den Fokus darauf zu lenken. Als sie gerade den Geruch aus dem Tal als Wildschwein identifiziert hat, fällt ihr die sichere und natürliche Bewegung auf. Stolz schreitet sie auf der Wiese hin und her, bis sie sich dann dem Ablauf für einen Moment zu bewusst ist, in der Bewegung unbeholfen inne hält, und dann stolpert. Das Gewicht ihres, nun vielschwereren Oberkörpers fällt über das eingeknickte Bein auf die Wiese. Als Mensch hätte sie sofort aufgeschrien, doch die Rehinstinkte blockieren den Laut. Wenn man fällt, sollte man keine Aufmerksamkeit erregen. So kann man vielleicht überleben.


Jenni liegt auf der Seite. Die Beine zeigen von ihr weg. Vorsichtig versucht sie, einen Huf wieder aufzustellen. Der eine Huf am Ende dieser unglaublich langen Beine kann sie jedoch nicht wieder aufrichten. Jenni schaukelt sich ein wenig hin und her, doch es ändert nichts. Panik steigt in ihr hoch und sie strampelt wie verrückt. Die Hufe rutschen immer wieder weg. „Wie ein Käfer auf dem Rücken!“, fällt es ihr ein, als die Panik ein wenig nachgelassen hat. „Oder eher ein Reh auf der Seite. Mir wird schon nichts geschehen. Agatha hat schließlich gesagt, es gebe hier keine größeren Raubtiere. Andererseits bin ich eventuell so hilflos auf dem Boden auch für Füchse ein leichtes Ziel?“

Der Gedanke treibt ihren Blutdruck sofort wieder in die Höhe. Nach weiteren fünf Minuten Aktionismus und Herumstrampeln, fängt Jenni wieder an zu denken. „Wie Rehe aufstehen, das weißt du nicht. Aber vielleicht erinnerst du dich an Pferde oder Kühe. Zebras im Zoo habe ich auch einmal gesehen. Wie war denn das?“

Der Gedanke kommt ihr schlussendlich, als ihr eine liegende Kuh im Kinderbuch ihres kleinen Bruders einfällt. Er hat ein Faible für Tiere und Märchen gehabt, so dass Jenni ihm die selben Bücher immer und immer wieder zeigen musste. Die Kuh hatte die Läufe unter dem Körper eingeknickt.

„Natürlich! So rutschen sie nicht weg und tragen außerdem mehr Gewicht. Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen!“

Nacheinander zieht sie ihre Hufe an sich heran und knickt sie ab. In ihrer Idee waren es abgeknickte Knie- und Ellenbogengelenke, sie stellt nun aber fest, dass diese in die jeweils andere Richtung zeigen, und sie die stattdessen die Hand- und Fußgelenke beugt. Das erstaunt sie ein wenig. Dann schaukelt Jenni wieder eine wenig und schafft es tatsächlich in eine stabile, liegende Position. Sie hebt, erleichtert über ihren Zwischensieg über die Schwerkraft, den Kopf an ihrem langen Hals und muss fast ein wenig Lächeln. Sie kann ihn so drehen, dass sie in alle Richtungen schauen kann. Durch das veränderte Sichtfeld hat sie einen guten Überblick über die Umgebung. Den Blick zu konzentrieren oder Entfernung abzuschätzen fällt ihr jedoch schwerer. Sie schnuppert auch noch einmal in alle Richtungen und beruhigt sich dann endgültig. Es sind keine Feinde da, sie ist sicher. Raubtier Katja und Agatha zählen nicht. Dennoch muss Jenni einmal wissen, dass sie aufstehen kann. Es könnte irgendwann eine Gefahr auftauchen.


Jenni zieht eine Hufe unter dem Körper hervor und setzt sie vor sich auf den Boden. Vorsichtig spannt sie ihre Muskeln an. Der Brustkorb hebt sich so weit, dass sie in einer zügigen Bewegung auch den linken Vorderhuf aufstellen kann. Die Hinterläufe nachfolgen zu lassen, ist nun ein Kinderspiel. Jenni läuft einige kleine Runden über die Wiese, um ihr Beine wieder durchzubewegen.

„Für den Anfang gar nicht so schlecht. Ich stehe wieder und weiß jetzt viel mehr über diesen Rehkörper als vorher. Was mache ich nun die ganze Zeit. Ich fühle mich überhaupt nicht müde, obwohl es mittlerweile richtig dunkel ist. Und Angst habe ich auch nicht vor dem Dunkeln. Ich würde jeden hören und riechen, der versucht sich mir zu nähern.“

Jenni probiert eine wenig mit den beweglichen, großen Ohren herum. Sie kann mit diesen sogar genau die Richtung eines Geräusches bestimmen. Nach einer Weile kann sie sogar die Position eines Eichhörnchens in seiner Bewegung von Wipfel zu Wipfel ziemlich präzise bestimmen.

„Was machen Rehe denn so die ganze Zeit? Meistens stehen sie nur irgendwo herum und fressen. Vielleicht sollte ich das auch machen?“

Jenni beugt ihren schlanken, langen Hals und beschnuppert mit ihrer Nase die Halme und Blätter des Grases.

„Es riecht gut. Allerdings ein wenig trocken, hier so mitten auf der Sommerwiese.“ Jenni läuft mit gesenkter Schnauze hin und her, um die frischeste Stelle zu finden. Am Rande der Lichtung, unter den langen Zweigen der Bäume ist das Gras viel frischer. Allerdings sind auch die Halme und Blätter kleiner.

„Hier bekommen die Pflanzen nicht so viel Sonnenlicht. Aber deshalb trocknen sie im Sommer auch nicht so schnell aus.“

Jenni schnuppert noch einmal. Ihre Rehnase signalisiert ihr, dass die Pflanzen lecker sind. Trotzdem bleibt die Idee, Gras zu essen, ein wenig merkwürdig. Zaghaft leckt sie mit der langen Zunge darüber. Schmecken tut sie nichts. Sie versucht ein paar Halme zwischen die Zähne zu nehmen. Mit den flachen Zähnen kann sie aber nichts abbeißen. Sie reißt das Gras einfach ab. Das funktioniert, aber sie hat nur wenig im Maul. Trotzdem kaut sie einige Male auf dem Grünzeug herum. Als es zwischen ihren Zähnen zerrieben wird, entfaltet sich ein sehr leckerer Geschmack. Jenni liebt den Geruch von frisch gemähtem Rasen, auch wenn sie die Tätigkeit als solche hasst. Jetzt kann sie es nicht nur riechen, sondern auch schmecken. Sie will mehr davon. Es will ihr aber nicht gelingen, mehr Gras abzureißen. Also hält sie inne und überlegt, wie sie das Geschmackserlebnis verbessern kann.

„Bei Kühen habe ich schon gesehen, dass sie ihre Zunge beim Fressen benutzen. Ob das bei mir auch funktioniert?“

Jenni streckt ihre lange Zunge aus. Nach einigen Übungen gelingt es ihr, die Zunge um ein Büschel Gras zu legen, und dieses dann in das Maul zu bewegen. Auch beim Abreißen des Grüns ist die Zunge behilflich.

„Ein volles Maul ist wirklich noch einmal ein anderes Erlebnis! Da kommt viel mehr Geschmack bei ´rum.“

So frisst sie sich methodisch über die Wiese. Einmal sticht sie sich an einer kleinen Distel. Beim nächsten Mal bemerkt sie das zweite, tückische Pflänzchen am Geruch, bevor sie sich die Zunge ein zweites Mal verletzt. Irgendwann ist sie satt und müde. Vorsichtig schlägt sie die Vorderläufe wieder ein und legt sich dann, wie vorher auch, auf die Wiese.

Jetzt ist sie auch wirklich müde, doch das gefressene Gras will noch einmal gekaut werden. Beim ersten Würgen ekelt es Jenni.

„Igitt! Hoffentlich habe ich nichts falsches gegessen. Vielleicht auch zu viel?“

Doch der Geschmack ist eigentlich überhaupt nicht ekelig. Das Gras schmeckt sogar beim zweiten Mal kauen noch gut. Mit dem gewohnten, menschlichem Erbrochenen hat das nichts zu tun.

„Es scheint normal zu sein. Kühe machen das auch, oder nicht? Also einfach weiter machen…“

Es dauert eine ganze Weile, bis sie fertig ist. Sie hat schon beim kauen die Augen zu gemacht. Ihre langen Ohren und die Nase liefern in der Dunkelheit sowieso mehr Informationen über die Umgebung. Erst legt sie den Kopf vor sich in das Gras. Es ist ihr zu kalt und der freie liegende Hals fühlt sich zu verletzlich an. Nach einigem Probieren biegt sie ihren Hals herum und legt den Kopf an den Körper geschmiegt an.

„So fühlt es sich sehr viel besser an. Als Jenni weg dämmert stellt sie mit einem Lächeln fest, dass ihre Ohren weiterhin ihren Job machen. Das beruhigt sie ungemein.


Als leise Geräusche aus der kleinen Hütte herüber klingen, ist Jenni sofort wieder wach. Sonst braucht sie morgens mehrere Wecker um überhaupt ein Auge aufzumachen. Nun ist sie sofort in der Wirklichkeit.

„Entweder ich schlafe in dieser Gestalt nicht so tief, oder es ist die Aufregung in dieser besonderen Situation.“

Sie steht auf und hat Durst. Also geht sie langsam zum See herüber. Auch in dem weichen Boden bewegt sie sich nun sehr viel sicherer. Schmunzelnd sieht sie ihre wackeligen Spuren vom letzten Abend. Ein kleines Tier springt vor ihr weg und in die Büsche. Es könnte eine Maus oder ein Eichhörnchen gewesen sein. Den Geruch hatte Jenni bisher nur im Hintergrund wahrgenommen. Die ersten Sonnenstrahlen des Morgens treffen den kleinen Teich. Als sie zu trinken beginnt glitzern die kleinen Wellen, die sie dabei verursacht, unglaublich schön. Es dauert einen Moment, bis das Wasser sich beruhigt hat. Dann betrachtet sie noch einmal eingehend ihr Spiegelbild. Gestern, in der Dämmerung, konnte sie sich, vielleicht auch wegen ihrer Schockstarre, nur schlecht erkennen.


Jenni hat eine schlanke Schnauze und wunderschöne, große Augen. Trotz aller Fremdheit dieses Gesichtes findet sie es wirklich schön. Als sie wieder auf die Wiese will, steigt ihr ein leckerer Duft in die Nase. Verblüfft sucht sie den Ursprung und landet in Agathas Gemüsegarten. Die Möhren und der Salat riechen frisch und lecker. Ihr Instinkt will sofort einmal abbeißen. Doch Jenni findet es nicht richtig, sich zu bedienen, ohne zu fragen.



Wald 31112321: Jenni hält sich zurück und kaut noch ein wenig Gras zum Frühstück.

Wald 31112322: Der Instinkt gewinnt, bevor sie eine Entscheidung trifft.



Zurück: Ein Hexenmaerchen (Tf/Tg)Erklärung:
Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Wald 311123


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Position in der Kettengeschichte: Mag 11111111111111111111112233121231312


Irritation

Julian legt sich wieder in sein Bett, doch die Bilder aus dem Video wollen nicht aus seinem Kopf verschwinden. Etwas Hartes zwischen seinen Beinen hindert ihn daran, zur Ruhe zu kommen. Die widerstreitenden Gefühle und die Verwirrung tragen ihren Teil dazu bei. Julian sich mit einem Ruck wieder auf und schaut in die Dunkelheit. Einerseits hat Sebi ihn explizit dazu aufgefordert, sich mit dem Videomaterial eine schöne Zeit zu machen. Andererseits weiß er nicht, ob er dabei die Gedanken an seine leicht übergewichtigen Freund aus dem Kopf bekommen kann.


„Eine wirklich schräge Situation!“

Er durchdenkt seine Optionen und ihm fällt etwas ein: „Ich will doch sowieso morgen mit Sebi als Julia unterstützend auf den Verkauf einwirken! Da kann ich mich doch gleich jetzt verwandeln. Schon stören mich gewisse Körperteile nicht mehr beim Einschlafen!“

Je länger Julian auf der Bettkante sitzt, desto besser erscheint ihm diese Lösung. Gerade noch rechtzeitig fällt ihm ein, dass er den Ring nicht einfach anlegen kann. Also setzt er sich hin und nimmt sich seine Fotos vor, die er zum Glück mit der neuen Kleidung gemacht hat. Ohne Julias Gestalt wäre er nicht in der Lage das magische Buch zu übersetzen.


Grinsend sitzt er da und schaut an seinem wunderschönen, nun weiblichen Körper herab. Im Mondlicht glitzern die kleinen Schweißtröpfchen auf seinen Brüsten wie winzige, magische Perlen. Der Höhepunkt war wie immer erschütternd gut. Julia atmet schwer. In der Bewegung beginnen einige, zu groß gewordene Tropfen, der Schwerkraft zu folgen. Mit einem Kitzeln rinnen sie die runde Form seine Brust hinab und lassen sie erschaudern. Julia steht nach einer Weile auf und öffnet das Fenster weit. Mittlerweile geht ein kühler Wind und bläst den heißen Tag davon. Sie lässt sich von ihm trocknen. Kurz kommt es ihr in den Sinn, dass sie sich vielleicht nicht nackt an das Fenster stellen sollte, aber die Situation ist zu schön um sie zu beenden.

„Dann mache ich eben noch jemanden glücklich.“, beschließt sie lächelnd und breitet die Arme aus.


Das Telefon klingelt laut in Julias Träume hinein. Mit einem missmutigen Schnaufen klettert sie aus dem Bett und tastet verschlafen nach dem störenden Gerät. Sie meldet sich undeutlich:

„Julia hier.“

„Guten morgen mein Schatz. Du wolltest mir doch beim Verkaufen helfen!“

„Hmmmja.“

„Wann bist du denn hier?“

„Brauchkaffee. Haaremachen.“

„Sind das Sätze? Na, egal. Ich bin schon in der Wohnung meines Kumpels und baue gerade ein wenig Nippes auf, falls einer der Käufer noch mehr Geld bei uns lassen will.“

„Gute Idee.“

„Wann bist du etwa da?“

„Halbe Stunde.“

„Das ist doch mal lebensbejahend! Dann mal schnell die Kaffeemaschine angestellt und rin ins Bad!“


Wortlos legt Julia auf. Sie ist spät eingeschlafen, nachdem die Änderung des Geschlechts eher noch zur Erhöhung der Libido beigetragen hatte, und Sebis Video doch noch zum Einsatz kam. In ihrer geänderten Gestalt schien ihr der Gedanke an den etwas zu dicken, männlichen Sebi gar nicht mehr so falsch und abtörnend. Sie konnte das, was Julian vorher nicht gelungen war: Die Situation genießen. Also wurde es spät, und die Haare kamen ziemlich durcheinander.

Anschließend kam wirres Zeug von Hexen und Hexenjägern zu Besuch in ihre sonst so normalen Träume geschlichen. Es ist dem guten Schlaf gemeinhin nicht förderlich, wenn man im Traum auf einen Scheiterhaufen soll. Durch das zusätzliche Schwitzen und hin- und herwerfen befinden sich Julias langen Haare nun in einem ganz fürchterlichen Zustand. Erschrocken erblickt sie auf ihr Spiegelbild.

„Niemals kann ich so vor die Tür gehen!“

Die Haarbürste will sich nur zentimeterweise bewegen. Es ziept und reißt ganz schrecklich. Ratlos steht sie vor dem Spiegel.

„Wie, zum Henker, beseitigt man eine solche Katastrophe auf dem Kopf, ohne eine Glatze zu rasieren?“

Julia macht den Rechner an und schaut im Internet nach. Was ein „Hairconditioner“ ist, weiß sie nicht. Auch die vorgeschlagenen Pflegeprodukte sagen ihr gar nichts. Eine dieser jungen Frauen mit einem vegan-ökologisch angehauchten Videokanäl schlägt verschiedene Ölkuren vor. Um sich weiter mit der Materie zu beschäftigen, fehlt ihr die Zeit. Also knetet Julia kurz entschlossen ihre Haare mit dem guten, kalt gepressten Olivenöl aus dem Supermarkt durch. Es riecht nicht so schön, funktioniert nach dem Zähneputzen aber gut mit dem durchkämmen. Danach ist es aber nicht ausgehtauglich fettig. Also muss sie noch einmal unter die Dusche. Es ist, trotz des frühen Morgens, schon recht warm. Sie trocknet die Mähne mit dem Handtuch durch und kämmt sie dann nur nach hinten. So nass möchte Julia sie nicht zusammen binden. Schnell schlüpft sie in ihre Kleidung. Da sie keinerlei Auswahlmöglichkeiten hat, muss sie in ihrem müden Kopf keine Entscheidungen treffe. Trotzdem ist bereits eine drei viertel Stunde vergangen. Sie gießt den Kaffee in die Thermoskanne um und und packt eine provisorische Handtasche. Da es um einen Auftritt zur Steigerung der Kaufwilligkeit geht, legt sie kurz entschlossen noch ihre wenigen Schminkutensilien in den kleinen Jutebeutel. Dann macht sie sich endlich auf den Weg.


Sebi öffnet grinsend die Tür.

„Wolltest du gerade die These beweisen, dass Frauen immer länger brauchen, um sich fertig zu machen?“

„Ich hatte echt Nöte, und du Arsch machst dich auch noch darüber lustig!“

„Hast du etwa deine Tage?“, fragt Sebi mit aufgerissenen Augen.

„Nein, zum Glück nicht. Ich wüsste nicht einmal, wie ich so ein Ding da unten einführe.“

„Du kannst ja Binden benutzen.“

„Wäre wahrscheinlich besser. Aber wie gesagt, das war nicht mein Problem. Ich hatte völlig verzauste und verknotete Haare. Mit der Bürste war kein Durchkommen.“

„Hm. Das Problem verstehe ich. Schließlich wolltest du hier einen Auftritt hinlegen.“

„Eben. Also habe ich im Internet nach Lösungen gesucht. Aber das Zeug, was da empfohlen wurde, kannte ich nicht mal. Oder weißt du, was ein Conditioner ist?“

„Nie gehört. Das hilft gegen verstrubbelte Haare?“

„Angeblich schon. So was habe ich aber nicht, wie du dir sicher vorstellen kannst. Also habe ich weiter geschaut und als Alternative Ölkuren gefunden. Also habe ich mir kurzerhand Olivenöl in die Haare geschmiert.“

„Mit Balsamico?“

„Ohne, du Trottel!“

„Ich mag Balsamico.“

„Ich auch, aber nicht in meinen Haaren.“

„Hat es denn funktioniert?“

„Ja, es ging ganz gut. Danach musste ich meine Haare allerdings noch waschen. Es klebte schlimmer als Opas Pomade und roch ziemlich nach Salatöl. Aber so lange Haare musst du eben auch noch ein wenig aufwändiger trocknen. Und so kam Eins zum Anderen.“

„Dann bist du entschuldigt.“

„Danke, mein Herr.“ In gespielter Demut macht Julia einen Knicks. Huldvoll nimmt Sebi ihn ab und führt Julia dann am Arm in die Küche. Auf der Spüle liegt eine Tüte vom Bäcker. Es duftet gut. Sebi befördert Croissants Frischkäse und Marmelade zu Tage. Ein paar der französischen Teigwaren legt er beiseite.

„Die sind mit Marzipan gefüllt, also zum Nachtisch.“

Julia läuft das Wasser im Munde zusammen. Schnell stellt sie den Kaffee dazu und holt Tassen aus dem Schrank. Dann setzen die Beiden sich erst einmal, um ein kleines Frühstück zu genießen. Genussvoll beißen sie in die knusprigen Croissants und schweigen sich an. Bei der zweiten Tasse Kaffee beginnt Sebi dann von den potentiellen Kunden zu berichten, die sich bereits gemeldet haben:

„An den alten Werkstattschildern hat ein älterer Herr Interesse, der recht früh hier sein wollte. Ein Trödelhändler kommt so gegen elf. Er hat keine feste Zusage gegeben, will sich die Sachen aber mal anschauen. Zwei junge Kerle haben für…. Geboten. Sie haben aber keine Zeit angegeben. Eine Hausfrau mit Deko-Fimmel kommt gegen zwölf, bevor sie ihren Sohn in der Kita abholt. Wir sollten also keine Langeweile haben, wenn wir zwischendurch mit dem Säubern und Fotografieren weiter machen.“

„Gut, dass wir ein leckeres Frühstück haben. Der Tag wird nicht so richtig erholsam. Das kann ich schon in meinen alten Gliedern spüren!“

„Klar, Omi. Vielleicht finde ich noch abgelaufenen Lebertran in einer der Kisten, um dein Leiden zu bessern.“

„Damit wirst du mein Leiden eher beenden.“


Sie Lachen und nehmen noch einen „Nachtisch“ zu sich. Nach dem Abräumen fühlt Julia noch einmal ihre Haare. Mittlerweile sind sie, dank des warmen Wetters, schon ziemlich trocken. Sie holt die Bürste aus dem kleinen Jutebeutel und bürstet sie noch einmal durch.

„Sie fühlen sich nach der Ölmassage richtig geschmeidig an!“

„Darf ich?“, fragt Sebi. Julia nickt und reicht ihm ohne nachzudenken die Bürste. Sebi versteht das als Aufforderung und gibt sich richtig mühe, die Mähne noch einmal gründlich zu striegeln. Julia genießt die Aufmerksamkeit und sogar die Berührungen. Kurz kommen ihr die Bilder vom Video und gestern Abend in den Kopf. Ein angenehmer Schauer läuft ihr den Nacken herunter. Sebi stoppt sofort und fragt: „Hat es geziept? Soll ich vorsichtiger sein?“

„Nein, es ist alles in Ordnung. Wie fühlen sich die Haare an?“

„Traumhaft geschmeidig und weich. Schade, dass ich so wenig Ahnung vom Frisieren habe. Ich würde dich gerne mit solchen Zöpfen sehen. Du weißt schon, diese, die am Kopf entlang gehen. Ich denke, das würde dir gut stehen.“

„nun, vielleicht solltest du nicht so kompliziert anfangen. Versuche doch erst einmal einen normalen, geflochtenen Zopf hinten.“

Sebi legt die Bürste weg und beginnt den Schopf in drei gleich dicke Strähnen zu teilen. Dann beginnt er zu flechten. Als er das Zopfgummi am Ende fest macht, fallen die Haare wieder etwas auseinander. Julia stellt sich vor den Spiegel um das Ergebnis zu begutachten. Sebi schaut zu und meint dann: „Ich denke, ich war zu vorsichtig. Der Zopf ist ziemlich locker. Er wird wohl nicht lange halten.“

„Da magst du recht haben. Aber ich finde, ein Zopf steht mir besser als ein Pferdeschwanz. Was meinst du?“

„Ich finde, du siehst immer toll aus. Aber es ist mal etwas Anderes.“

„Wenn du weiter so Süßholz raspelst, bekommst du eine Urkunde!“

Beide lachen. „Meinst du, ich bin damit heiratsfähig?“

„Auf jeden Fall! Das Problem bei dir ist wohl eher die Bewerbungsphase.“

„Do solltest dir gut überlegen, ob es so gut ist den Kerl zu beleidigen, der dir gleich an den Haaren zieht.“

„Da siehst du es. Vorher muss man nett sein.“

„Zu dir nicht. Oder soll ich dich heiraten?“

Julia boxt ihren besten Freund auf den Oberarm, wie sie es bei kleinen Frechheiten zu machen pflegen. Sebi reagiert sofort und spannt die Muskeln an. Auch wenn er ein paar Kilos zu viel hat, ist er nicht gleich ein Schwächling. Julia, die ungewohnt wenig Muskelspannung beim Schlag, vor allem in der Hand, hat, tut sich bei dem Manöver ordentlich weh.

„Aua! Das tat weh!“

„Nicht im Ernst. Du boxt mich, tust dir selber dabei weh, und maulst mich dann auch noch an? No way!“

Verlegen schaut Julia zu Boden. Dann nuschelt sie: „Hast ja recht. Es tut trotzdem weh.“

„Soll ich pusten?“, grinst ihr bester Freund sie an.

„Ich kühle kurz unter Wasser.“

„Sag bescheid, wenn ich den Flechtversuch wiederholen soll. Ich wollte noch einen Zettel an der Tür anbringen, weil ja der Name an der Klingel und mein Verkaufsprofil nicht überein stimmen.“

Julia ist schon im Bad und lässt das kalte Wasser aus dem Hahn laufen. „Gute Idee, mach das!“


Nach kurzer Zeit fühlt sich Julias Hand sehr kalt und wenig schmerzhaft an. Sie trocknet sich ab und betritt dann das Wohnzimmer. Sebi ist nicht alleine. Es ist schon ein Kunde da. Der ältere Herr scheint nicht mehr so gut zu sehen, denn er hat neben der dicken Brille auf der Nase auch eine Lupe dabei, um die Sachen zu begutachten. Gerade dreht er ihr den Rücken zu und inspiziert ein Blechschild aus der Werkstatt. Schnell bindet Julia sich einen Pferdeschwanz und betritt, fröhlich grüßend, den Raum. Erschrocken dreht der Mann sich um und schaut sie irritiert an.

„Entschuldigung, ich wollte sie nicht erschrecken. Ich bin Julia, die Freundin. Ich helfe hier die Sachen zu säubern und mache die Fotos für das Internet.“

Sie reicht ihm die Hand.

„Ich bin Werner. Ich habe ein Herz für alte Maschinen und Geräte. Ich repariere und restauriere sie, um sie dann an Liebhaber abzugeben. Da ich auch Polster und Sattlerarbeiten mache, interessieren mich die alten Werkstattschilder. Sie würden gut in meine Werkräume passen.“

„Ich finde sie auch richtig schön. Sie zeigen deutliche Altersspuren, ohne dass sie wirklich verwittert sind. Es hat Spaß gemacht sie zu fotografieren.“

„Ich habe die Fotos gesehen. Sie haben ein Händchen dafür.“

„Danke. Gute Ausrüstung ist da allerdings die halbe Miete.“

„Würden sie auch Auftragsaufgaben machen? Ich benötige auch oft Bilder für das Internet. Mein Enkel hat mir gezeigt wie das geht. Da gibt es auch Seiten, wo Leute meine Sachen erwerben. Ich wohne in der Nähe. Haben sie Interesse an solch kleinen Auftragsarbeiten? Ich habe allerdings nicht so viel Geld.“

„Ja sicher. Auch wenn ich so etwas bisher nicht gemacht habe, habe ich hier doch richtig Freude an dieser Arbeit. Mit der Bezahlung können wir ja mal schauen. Wenn sie die Schilder kaufen und vielleicht noch etwas anderes mitnehmen, verspreche ich auf jeden Fall bei ihnen für Probefotos vorbeizukommen. Wie hört sich das an?“

Werner lacht. Sebi fragt ihn: „Was haben sie?“

„Es wird ganz hart für mich. Ich feilsche doch sonst so gerne!“

Jetzt lachen alle drei. Werner nimmt alle Schilder und noch eine alte Kaffeemühle. Auch einen Teil des alten Werkzeugs von Sebis Großvater nimmt er am Ende mit. Julia tauscht mit Werner die Telefonnummer aus, und sie verabreden sich für die nächste Woche. Die beiden Männer verpacken die Einkäufe in dem Opel-Lieferwagen. Vor Freude über die Einkäufe und die Möglichkeit auf gut Bilder seiner Objekte vergisst der alte Mann seine Lupe, die Julia ihm dann noch schnell hinterher trägt. Als sie wieder in die Wohnung kommt zählt Sebi gerade das Geld in die Kasse.


„So kann es weiter gehen, mein Schatz! Ich wusste doch, dass du stark verkaufsfördernd wirken wirst.“

„Schatz? Auf was für einem Trip bist du denn jetzt?“

„Ich habe nicht behauptet, dass du meine Freundin bist.“

„Und ich soll das gemacht haben?“

„Jep.“

„Wann denn, ich kann mich nämlich nicht daran erinnern!“, geht Julia ihren grinsend dastehenden Freund an.

„Als du dich Werner vorgestellt hast?“

Julia hält inne und verliert deutlich an Streitlust. Als sie Sebi wieder anschaut fragt sie unsicher: „Das habe ich wirklich getan, nicht wahr?“

„Ja. Aber ich habe nichts dagegen. Du hast immer gesagt, dass meine erste Freundin pottenhässlich sein wird, wenn ich das mit der Schüchternheit nicht in den Griff bekomme.“

„Wenn ich mir dabei nicht so weh tun würde, würde dein Oberarm jetzt immens schmerzen.“

„Ja, Baby, massiere mich!“

Jetzt wird Julia rot im Gesicht. Sie motzt ihn an: „Ach, du bist doof!“


Julia kann mit der Situation nicht gut umgehen. Sie begibt sich zu ihrer Fotoausrüstung und beginnt mit der Arbeit. Angespornt von der Aussicht, damit vielleicht ein wenig Geld verdienen zu können, gibt sie sich heute noch mehr Mühe mit den Objekten. Außerdem lenkt sie das von den merkwürdigen Gedanken ab, die sich ab und an in ihren Kopf schleichen. Sie findet Sebi nicht gerade hübsch, aber er hat viele andere Qualitäten. Julian mag ihn sehr. Julia fühlt das Selbe, hat aber noch andere, sehr uneindeutige Gefühle dabei. Sebi versteht die Situation so gut, dass er sie für den Moment in Ruhe lässt. Als Julia gerade die Fotos sortiert und nachbearbeitet, schellt es wieder an der Tür. Sebi öffnet. Schon im Treppenhaus ist ein lautes Gespräch zwischen drei Personen zu hören, die in einer fremden Sprache miteinander Sprechen. Julia hat eine spontane Idee. Sie hat heute morgen im Halbschlaf auch das Bisschen Schmuck in den Jutesack geworfen, das sie besitzt. Die Ohrringe aus Melchiors Laden sind auch dabei. Sie holt sie hervor und wirkt, ohne nachzudenken, einen Zauber um Magie sichtbar zu machen. Beim letzten Mal hatte sie den Eindruck, die magische Struktur der Ohrringe hätte etwas mit hören und sprechen zu tun. Jetzt sieht sie die schimmernden Fäden wieder. Ohne zu wissen woher, kennt sie die Funktion und Verbindungen. Auch die Spitzen der Haken sind ein Teil des Zaubers. Im Taschenspiegel, der in ihrer jetzigen Sicht angegraut und mit Schlieren durchzogen zu sein scheint, legt sie die Ohrringe an. Das Julia eigentlich keine Ohrlöcher hat, spielt dabei anscheinend keine Rolle. Es ist ein komisches Gefühl, etwas an den Ohrläppchen baumeln zu haben. Vorsichtig bewegt sich den Kopf hin und her, und achtet dabei auf die ungewohnten Empfindungen. Es rauscht in den Gehörgängen für einen kurzen Moment. Dann kann sie die drei Männer, die mittlerweile die Wohnung betreten haben, verstehen. Erst ist sie zu fasziniert, um sich zu bewegen. Als einer der drei in die Küche kommt, um auch dort nach interessanten Dingen zu suchen, erwacht sie aus ihrer Starre.


„Guten Morgen“

„Gutt Tak!“ schmettert der kräftige Kerl ihr entgegen. Unangenehm berührt realisiert Julia, dass er sie von oben bis unten anstarrt. Ihren Brüsten widmet er dabei eine besonders lange Zeit. Dann dreht er sich zur nächsten Kiste um beginnt zu kramen. Sebi scheint mit einiger Mühe ein Verkaufsgespräch zu führen. Julia überlegt, ob sie ihre neu gewonnenen Sprachkenntnisse zur Vermittlung nutzen, oder sie geheim halten soll, um hinterher das Gespräch der Männer untereinander bei den Verhandlungen belauschen zu können.



Mag 111111111111111111111122331212313121: Vermitteln.

Mag 111111111111111111111122331212313122: Geheimhalten.



Zurück: Die perfekte Japanerin (Tf/Tg)Erklärung:
Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Mag 1111111111111111111111223312123131
Die perfekt

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Position in der Kettengeschichte: Zulo 511321



Kaffeekränzchen

„Kaffee und Kuchen sind eine wunderbare Idee!“, lächelt die immer noch sehr befreite Merle ihrer Oma zu. „Ich bin wieder ich selbst, und wir haben ein magisches Amulett an der Hand! Das müssen wir natürlich feiern!“

„Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wohin gehen die jungen Leute denn heutzutage, um Kaffee zu trinken?“

„Ich weiß nicht so recht. Junge Leute trinken durchaus noch Kaffee. Es sind aber eher Kaffeebars und der Kuchen ist oft nicht so gut. Meine Lieblingskaffeebude macht aber gerade Betriebsferien. Deshalb würde ich dich fragen: Weißt du einen schönen Ort, wo wir feiern könnten?“

Gerda überlegt eine kurze Zeit und bekommt dann ein Leuchten in den Augen. „Ich habe eine großartige Idee!“

„Oh weh!“, lacht Merle. „Ich nehme nicht an, dass ein gewisses Amulett damit zu tun hat?“

„Wie kommst du nur darauf?“

„Es ist nur so eine Ahnung. Sag schon, was schwebt dir vor?“

„Ich war mit deinem Opa immer so gerne in dem Wanderlokal im Naturschutzgebiet. Doch schon bevor er gestorben ist, waren wir nicht mehr da, weil wir die Strecke nicht mehr laufen konnten. Wir hatten so schöne Zeiten dort!“

„Und wie willst du die Strecke schaffen? Ich hätte Leo´s Gestalt im Angebot.“

„Ich möchte eigentlich eine Frau bleiben.“

„Der Penis eines sechsjährigen ist nicht das, was für dich und mich einen Mann ausmacht. Was hast du denn sonst für Ideen?“

„Ich würde gerne wieder jung werden. Das einzige Kleidungsstück aus dieser Zeit ist allerdings mein Hochzeitskleid. Das liegt bei deiner Mutter auf dem Dachboden. Ich möchte ihr nicht gerne erklären, was ich damit vorhabe.“

„Sie würde uns für verrückt erklären. Selbst nach einem Beweis könnte sie das Gesehene nicht akzeptieren. Das ist einer der Gründe, warum ich sie gestern abend nicht angerufen habe.“

„Das ist wohl wahr. Sie war auch als junges Mädchen immer sehr fantasielos. Viele Menschen fanden das sehr begehrenswert. Sie war ja eine intelligentes, folgsames Kind. Mich hat das jedoch immer belastet. Sie war so anders als ich. Ich war ganz erleichtert, las ich dich das erste mal bei mir zuhause hatte. Mit dir hatte ich sofort eine Verbindung.“

„Hast du gedacht, du hättest etwas falsch gemacht?“

„Ja, das habe ich. Ich denke, das sind Gedanken die den meisten Eltern zwischendurch mal kommen. Hoffentlich wirst du das auch irgendwann einmal feststellen.“

„Warum hoffentlich?“

„Na, manche Frauen können keine Kinder bekommen. Wenn du dir also solche Gedanken machen musst, dann hast du mindestens ein Kind in die Welt gesetzt.“

„Findest du denn, man könne noch Kinder mit gutem Gewissen in diese Welt setzen?“

„Warum denn nicht?“

„Na, wegen der Umweltzerstörung und den ganzen Konflikten auf der Welt, zum Beispiel.“

„Ach Iwo! Meine Mutter hat immer gesagt, dass die Leute den Weltuntergang vorausgesehen haben, als es mit dem Krieg zu Ende ging. Alles war kaputt und die Menschen hatten nichts zu Essen. Wenn du dich nun umschaust, war es ziemlich gut in diese kaputte Welt Kinder zu setzen.“

„Das klingt einleuchtend. Also gut. Ich werde noch einmal darüber nachdenken. Im Moment spielt das sowieso noch keine Rolle. Erst einmal muss ich mein eigenes Leben auf die Reihe bekommen.“

„Da hast du recht. Du hast nicht zufällig Kleidung einer Freundin hier, die du noch nicht getragen hast? Möglichst eine, die gerade nicht in der Stadt ist, und ungefähr deine Konfektionsgröße hat?“

Spontan fällt mir nichts ein. Aber ich schaue mal durch den Schrank.“



Merle findet nach einiger Zeit einen Seidenschal einer Mitstudentin, die ihn nach einer Lerngruppe bei ihr vergessen hat. Allerdings ist Lana ein kleines Stück größer als sie. Sie wohnt in der Nachbarstadt und pendelt, weil sie noch im Elternhaus lebt. Spontan beschließt Merle sie anzurufen, um das Risiko einer doppelten Lana in der Stadt einzugrenzen. Das Mobiltelefon ist aus und der Anrufbeantwortet ist voll. Ihr Verdacht scheint sich zu bestätigen: Sie ist, Merles Erinnerung nach, mit ihrer Familie in den Urlaub geflogen.

„Ich habe noch den Schal einer Kommilitonin hier. Sie dürfte mit ihrer Familie im Urlaub sein. Da sie etwas größer ist als ich, müssen wir vielleicht auf Strumpfhose und Rock ausweichen.“

„Meinst du denn, dass ein Schal als Kleidungsstück zählt?“

„Das weiß ich auch nicht. Aber einen Versuch ist es wert.“

Merle hält Gerda das bunte Tuch hin. Die will schon danach greifen, als ihr noch etwas wichtiges einfällt: „Oh, daran habe ich gar nicht gedacht! Ich werde dann für zwölf Stunden mindestens in dieser Gestalt sein, und wir haben schon frühen Nachmittag. Es ist also ausgeschlossen, dass ich in der Gestalt eines jungen Mädchens in das Stift zurück fahre. Darf ich dann noch einmal bei dir schlafen, Merle?“

„Klar! Dann machen wir einen Mädelsabend und schauen zusammen einen Film!“

„Fernsehen schaue ich doch auch sonst immer. Ich würde lieber ausgehen. Aber das können wir ja noch entscheiden, wenn es soweit ist. Wir wissen ja im Moment noch nicht einmal, ob es funktioniert.“

„Ich habe das Gefühl, dass es klappt. Aber du solltest dich vorher noch in deiner Einrichtung telefonisch abmelden. Wenn die ein junges Mädchen hören halten sie es wahrscheinlich für einen Telefonsteich. Oder sie rufen Mama zur Sicherheit an, um zu fragen ob das alles seine Richtigkeit hat.“

„Na, das wollen wir doch auf jeden Fall verhindern!“

Beide grinsen sich schelmisch an. Merle reicht ihrer Oma das Telefon. Sie muss ein wenig mit den Betreuerinnen diskutieren. Dann wollen sie noch mit Merle sprechen. Das Argument, sie habe noch genug Medikamente bis morgen Mittag dabei, gibt schließlich den Ausschlag.

„Meine Güte!“ bemerkt Merle nach dem Auflegen. „Die führen sich auf als wärst du entmündigt!“

„So fühle ich mich auch meistens. Ich denke, dass ist die Gewohnheit. Für viele Menschen im Stift trifft genau das zu. Und ein wenig verwirrt und antriebsschwach bin ich ja schon zwischendurch. Trotzdem nervt es gewaltig, wie ein kleines Kind behandelt zu werden!“

„Wir könnten die Realität ja einfach anpassen!“, lacht Merle auf und hält den Fetzen von Leo T-Shirt hoch.

„Untersteh dich! Der Wechsel von meinem trägen Parkinson-dasein zu diesem hyperaktiven Kind würde mich wahrscheinlich umbringen!“

„Jetzt übertreibst du aber ein bisschen.“, grinst Merle in Erinnerung an die Ungeduld und Lebenskraft, die sie in Leo´s Kinderform selber erfahren hat.



Gerda steht mit viel Elan von der Couch auf und muss dann doch von Merle gestützt werden. Der alte Körper kommt mit ihrer guten Laune kaum mit. Sie hängt sich das Medallion um und berührt damit den Schal.

„Au!“

„Hast du eine gewischt bekommen?“, fragt Merle aufgeregt.

„Ja. Ganz schön gemein!“

„Ach, Quatsch. Das bedeutet lediglich, dass die Verwandlung begonnen hat.“

„Wie lange hat es bei dir denn gedauert, bis die ersten Veränderungen sichtbar waren?“

„Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich habe ja nicht damit gerechnet. Es hat mir einen Schlag verpasst. Dann habe ich es angefangen zu reinigen. Irgendwann haben meine Finger wie irre gekribbelt und wurden taub. Da erst bin ich aufmerksam geworden. Im Bad danach ging alles ziemlich schnell, so als ob die Verwandlung an Geschwindigkeit zunimmt. Das Schrumpfen hat mir am Meisten Angst gemacht.“

„Ich bemerke leichte Veränderungen. Es ist sehr dezent, aber auf jeden Fall geschieht etwas. Meine Güte, Merle! Ich bin so aufgeregt!“

Merle schaut ihre Großmutter genau an. Ihre Haut ist immer noch faltig, aber nicht mehr so grau. Die Haltung hat sich auch ein wenig verändert. Gerda steht gerader und sicherer. Sie könnte auch schon größer geworden sein, aber da ist Merle sich nicht so sicher. Sie stellt sich direkt daneben, um ihre Vermutung zu überprüfen.

„Oma, es kann sein, dass du in letzter Zeit gewachsen bist?“

Ein Strahlen geht über Gerdas Gesicht. „Ja, wirklich! Ich bin jetzt fast genau so groß wie du! Das ist toll!“

„Du wirst noch größer werden. Warte es nur ab!“

Gerda bewundert ihre Hände, die langsam aufhören zu zittern. Die Haut wird wieder straff, während die Form die Last der langen Arbeitsjahre abzulegen scheint, und wieder schlank und im Verhältnis zu Vorher fast jugendlich wirkt. Als die Verwandlung ihrer Hände abgeschlossen ist, streckt sie ihrer Enkelin diese fröhlich entgegen: „Schau mal, Schatz, sie zittern überhaupt nicht mehr! Ich kann dir nun doch beibringen, wie man vernünftig näht. Himmel, ich kann bestimmt selber wieder nähen!“

Dann hält sie verblüfft inne. Während des Sprechens ist ihre alte, zittrige Stimme kräftiger geworden. Gerda fasst sich an den Hals und findet auch dort nur straffe, glatte Haut. Sie betastet vorsichtig das Gesicht und knetet einen kurzen Moment ihre vollen, weichen Lippen. Merle nimmt ihre ehemalige Oma an die Hand und führt sie in das Badezimmer. Schon beim Gehen Hand in Hand wird Gerda klar, dass sie jetzt tatsächlich größer als ihre Enkelin ist. Sie klemmt sich die langen, brünetten Haare hinter das Ohr, bevor sie vor den Spiegel tritt. Eine kurze Zeit lang steht sie dann, voller Staunen, stumm und regungslos vor ihrem Abbild. Dann beginnt sie, sich ein wenig kritischer zu betrachten. Sie dreht sich ein wenig hin und her, zieht ihr Oma-Kleid und den viel zu großen BH aus und versucht anschließend einen Blick auf ihren Hintern zu erhaschen. Merle schaut still zu, bis sich ihre Oma schließlich an sie wendet: „Sie ist wirklich eine hübsche, junge Frau. Allerdings ein wenig zu dürre für meinen Geschmack. Aber es gefällt mir, so groß zu sein. Auch wenn es nur ein paar Zentimeter sind, finde ich den Unterschied ziemlich bemerkenswert.“

„Oma, du bist ein paar Zentimeter größer als ich. Das sind bestimmt 15, wenn nicht eher 20 Zentimeter zu deiner alten Größe. Es wäre sehr merkwürdig, wenn du den Unterschied nicht bemerken würdest.“

„Dieses Medallion ist schon sehr merkwürdig. Ich habe Lack auf den Nägeln und ein wenig Maskara und Lidstift auf den Augen.“

„Ja, das ist wirklich komisch. Die Kleidung scheint es nicht mitzuliefern. Aber Nagellack aus dem Nichts zu erschaffen, scheint zu gehen.“

„Was hast du denn für Kleidung, die mir vielleicht passt?“, fragt Gerda neugierig.

„Oh, ja, richtig. Da war doch noch was. Es wird sicherlich ein bisschen schwierig. Also lass uns anfangen.“



Die beiden stehen nach einer halben Stunde vor dem fast leeren Kleiderschrank. Gerda ist zwar nun angezogen, aber die Klamotten türmen sich überall. Das Ergebnis stellt die beiden dennoch nicht wirklich zufrieden. Das Oberteil sitzt oben herum zwar nahezu perfekt, ist aber deutlich zu kurz. Da der Hüft- und Po-Umfang nicht passen, bleibt lediglich ein alter Rock mit Gummizug im Bund. Das wiederum beleidigt Gerdas Modegeschmack noch mehr. Außer bei Kinderkleidung hegt sie eine deutliche Abneigung gegen Gummibänder. Die Strumpfhose darunter kneift ein wenig im Schritt, sieht aber brauchbar aus. Gerda schaut sich immer wieder kritisch an. Schließlich nickt sie.

„Ich denke, so kann ich hinaus gehen. Ich bin zwar nicht sehr angetan, muss mich aber wenigstens nicht völlig schämen.“

„Oh mann, Oma, du bist wirklich anstrengend. Warst du in Sachen Mode schon immer so?“

„Ich habe meine Sachen größtenteils selber geschneidert oder geändert. Die passten immer perfekt. Außerdem kannte ich da meinen Körper.“, versucht Gerda sich zu verteidigen.

„Ist ja gut. Ich bin jetzt nur so fertig, dass der Abend vorbei ist, bevor er angefangen hat.“

„Ach, komm schon! Wir trinken ein Schnäpschen zum Warm werden, und dann laufen wir los.“

„Und da kommt schon das nächste Problem um die Ecke.“, stöhnt Merle.

„Ist kein Schnaps mehr da?“

„Nein. Ich meine, doch. Schnaps ist noch da. Aber du benötigst auch noch Schuhe. Das einzige größere Paar sind meine Wanderschuhe, die ich wegen der Dicken Socken eine Nummer größer erstanden habe.“

„Wanderschuhe zum Rock?“

„Genau das habe ich befürchtet...“



Als sie losgehen trägt Gerda ein Paar Halbstiefel, die gerade so passen. Die Wanderstiefel hätten zwar besser gepasst, aber sie wollte nicht.

„Eigentlich hat deine Mitkomilitonin kleine Füße für ihre Größe.“, bemerkt sie zu dem Thema.

„Ja, du hast Recht. Das ist auch dein Glück, sonst hättest du Barfuß gehen müssen.“

„Beim nächsten mal müssen wir unbedingt ordentliche Kleidung für die neue Gestalt haben. Dann ist der Spaß zwei- bis dreimal so groß.“

„Es macht dir also Spaß?“

„Du hast ja gar keine Ahnung welche Erleichterung das ist, nicht mehr durchgehend wie Espenlaub zu zittern. Es ist ein nie enden wollender Terror. Wenn es zu anstrengend wird, dann kommen mir Gedanken vom Sterben, und wie sehr ich es herbei sehne. Aber jetzt ist alles anders.“

Es mag der jugendliche Überschwang durch den jungen Körper, oder auch ein Damm brechen durch lang aufgestaute Ängste sein, aber Gerda hat vor ihrer Familie niemals über so etwas gesprochen. Dementsprechend entsetzt schaut Merle die freudig strahlende Oma in der veränderten Gestalt an. Im Schreck dieser Offenbarung bleibt sie sofort stehen. Erst einige Schritte später realisiert ihre Oma, was gerade geschehen ist.

„Ach, Merle. Sei nicht traurig. So ist das alt und krank werden nun mal. Wir haben aber doch diese wunderschöne Wochenende. Ich will nicht, dass wir traurig über mein ganz normales Älter werden sind. Ich wünsche mir, dass wir uns in dieser ganz besonderen Situation noch einmal völlig neu begegnen und kennen lernen können! Wer bekommt schon so eine Gelegenheit?“

Es braucht einen Moment, bis die Botschaft in Merles erschrockenen Gedanken angekommen ist. Dann nickt sie schüchtern und beginnt ein kleines Lächeln. Gerda geht auf sie zu und nimmt sie, ganz wie früher als Merle noch klein war, in den Arm. Sie muss kichern: „Endlich bin ich einmal wieder größer als du!“

„Du drückst auch ganz schön fest!“

„Weil ich es kann! Außer hast du so ausgesehen, als wenn du es brauchen könntest.“

„Naja. Gerade so gerettet.“



Sie laufen, fröhlich schwatzend, die Straße zum Wald hinunter. Zwischendurch gibt Gerda an einem Kiosk eine Flasche Limonade aus. Sie flirtet hemmungslos mit dem jungen Mann hinter dem Tresen. Wahrscheinlich ist er Schüler und macht er dort einen Nebenjob. Merle nimmt einen Schluck aus der Flasche als sie weiter gegangen sind, und spricht ihre Großmutter dann frech grinsend an: „Da hat es aber jemand nötig. Der war doch viel zu jung für dich!“

„Ja, aber höchstens noch fünf Jahre. Wenn ich mit den jungen Pflegern flirte, ist das ein wesentlich größerer Zeitraum. Ich verbessere mich also gerade!“

Merle rollt demonstrativ mit den Augen und schaut Gerda sehr streng an. Sie halten es nur einen kurzen Moment aus, bevor sie aus vollem Herzen lachen müssen. Gerda prustet dabei ein wenig Limo aus der Nase, weil sie dabei gerade einen Schluck aus ihrer Flasche nehmen wollte. Sie beschwert sich lautstark, während sie immer noch nicht mit dem Lachen aufhören kann:

„Kannst du nicht wenigstens warten, bis ich fertig getrunken habe?“

„So macht es mehr Spaß!“

„Es ist ekelig. Außerdem habe ich nun Flecken auf dem Oberteil!“

„Geh doch zurück zur Bude und frage den jungen Kerl, ob er ihn dir mit einem feuchten Lappen heraus reibt!“

„Du bist ein freches Miststück!“

„Du hast gesagt, du würdest mich neu kennen lernen wollen. Nun beschwer dich nicht.“

„Aber doch nicht so!“

Beide gehen lachend weiter. Irgendwann meint Gerda zu ihrer Enkelin: „Ich wusste gar nicht, dass du den strengen Blick deiner Mutter so gut beherrscht. Das war wirklich gruselig.“

„Ich habe das vor dem Spiegel geübt. Ich fand ihn als Kind immer sehr einschüchternd. Später habe ich dann gedacht: Dieser böse Blick könnte nützlich sein. Ich bin ihre Tochter, ich sollte das auch können.“

Wieder lachen sie ausgiebig. Sie genießen das klare, sonnige Wetter im Wald, auch wenn es doch recht kühl ist. Als sie dem kleinen Gasthof mit Biergarten näher kommen, erzählt Gerda wieder von früher. Es ist dennoch anders als sonst, weil sie dabei nicht so traurig wirkt. Sie setzen sich an einen Tisch und bestellen sich jeder einen großen Kaffee und zwei Stücke Kuchen.

„Mit nur einem Stück Kuchen ist es ein normales Kaffeetrinken und keine Feier!“, beschließt Gerda zu diesem Thema. Merle hat nichts dagegen. Ihre Großmutter zieht die zu kleinen Schuhe aus und seufzt erleichtert auf.

„Also beim nächsten Mal doch die Wanderschuhe?“

„Niemals. Dann lieber leiden. Ob die Blasen nach einer Verwandlung wohl wieder weg sind?“

„Gute Frage. Ich denke schon. Es sei denn, die neue Gestalt hätte auch welche gehabt.“

„Das hört sich logisch an. Ich bin regelrecht elektrisiert, welche Möglichkeiten dieses Schmuckstück bietet.“ Sie hält einen Moment inne und fragt dann: „Wolltest du nicht in vier Wochen zu dieser Messe?“

„Ja. Interessieren dich plötzlich Comics und Fantasy-Kostüme?“

„Ich weiß es nicht. Aber als Schneiderin könnten die Kostüme interessant sein. Ich würde gerne mitkommen. Vielleicht verstehe ich dann ein wenig von deiner Faszination für diese Sachen.“

„Dann muss ich schauen, ob ich noch Karten im Vorverkauf bekomme. Da sind sie billiger. Falls es dir gar nicht gefällt haben wir dann nicht so viel Geld in den Sand gesetzt.“

„Ja, mach das. Ich gebe dir natürlich das Geld.“

Beide essen schweigend von dem verführerisch duftendem Kuchen. Die Bedienung, da eine Frau mittleren Alters, konnte die Bestellung ohne Flirten vor den Frauen absetzen. Gerda genießt, teilweise mit geschlossenen Augen, die Sinneseindrücke und den Geschmack in ihrem Mund. Schließlich fragt Merle, die ihr Großmutter die ganze Zeit beobachtet:

„Wärst du gerne nochmal jung?“

„Außer jetzt, meinst du?“

„Nein, mehr so als Dauerzustand.“

Jetzt legt Gerda die Kuchengabel ab und schaut Merle nachdenklich an. Ihre Antwort ist vorsichtig und unsicher: „Ich genieße es gerade sehr. Wie aber könnte das gehen. Ich kann doch niemandem das Leben wegnehmen. Die Idee, sich ein zweites Leben zu erschleichen, fühlt sich auch nicht richtig an. Und doch würde ich gerne deine Freundin sein und das Leben meiner Nachfahren erleben. Ich weiß es nicht.“

„Das mag ich an dir, dass du immer sehr überlegte Dinge sagst. Meine Oma ist weise.“

„Manchmal auch nicht. Aber das ist auch gut so.“

„Ich denke, wir werden an den nächsten Wochenenden einfach noch ein paar Experimente mit dem Medallion veranstalten. Dann kommst du aus der Einrichtung heraus, kannst zwei Tage dein Zittern und deine Schmerzen vergessen, und wir erfahren neue Aspekte dieser ganzen, unglaublichen Sache.“

„Das ist eine gute Idee. Außerdem sollten wir das nächste mal nicht vergessen, die Konfektionsgrößen der Personen zu ermitteln, deren Körper wir uns ausleihen. Dann können wir das Ausmessen für deine Schneiderkünste auch noch einmal üben.“

„Wie stellst du dir das vor? Ich gehe zu der hübschen Dame dort drüben, zücke mein Maßband und reiße ihr anschließend ein Kleidungsstück vom Körper?“

Gerda muss lachen. „Das wäre denn doch ein wenig dreist.“

Dann hat sie ein schmunzeln auf den Lippen. Merle braucht einen Moment, bis sie es sieht.

„Was grinst du so? Heckst du gerade etwas aus?“

„Niemals!“

„Sag schon.“

„Ich dachte nur, dass du dich in einen feschen jungen Mann verwandeln könntest. Dann bekommst du die entsprechenden Frauen freiwillig aus den Kleidern.“
„Oma!“

„Psst, leise!“

„Nix mit leise. Was hast du für Ideen?“

„Praktische Ideen, möchte ich meinen. Denkst du denn,d as würde nicht gelingen?“

„Wahrscheinlich schon. Aber das macht die Idee nicht besser.“

„Hast du dich denn nie gefragt, wie das ist?“

„Auch wenn wir uns neu kennen lernen wollten, weigere ich mich ausdrücklich mit meiner Großmutter über Sex zu sprechen.“

„Man hört doch allenthalben, dass die heute Jugend so freizügig ist. Stimmt das nicht?“

„Keine Ahnung, ich habe ja keinen Vergleich.“

„Redest du denn mit deinen Freundinnen darüber? Wir haben das früher gemacht. Natürlich nur im engsten Kreis und ohne unsere Ehemänner vorzuführen, oder im schlechten Licht darzustellen. Gesprochen haben wir jedoch.“
„Ich rede mit meiner besten Freundin manchmal darüber.“

„Immerhin.“

Beide essen und trinken eine Weile schweigend. Als sie fertig sind genießen die Beiden noch eine Zeit lang die Kulisse und die Geräusche aus dem umliegenden Wald. Gerda ist ganz erleichtert, dass der Ort noch so schön ist, wie sie ihn in Erinnerung hat. Sie erzählt noch ein wenig von den Spaziergängen mit ihrem Mann. Trotz ihrer Fröhlichkeit bemerkt Merle ein wenig Trauer. Erst möchte sie etwas sagen. Dann belässt sie die Situation jedoch wie sie ist. Auch sie mochte ihren Opa sehr gerne. Der Rückweg dauert einiges Länger als der Hinweg, denn Gerda hat ordentlich Blasen an den Füßen. Für die letzte Strecke müssen sie sich tatsächlich ein Taxi rufen.



Wieder in der Wohnung wird Gerda erst einmal von Merle verarztet. Ihre Lust, jetzt noch durch die Kneipen zu ziehen, ist sehr gering. Also beschließen sie, dass Gerda etwas über die Kostüme lernt, die Merle machen möchte. Der Computer wird an den Fernseher angeschlossen, und dann laufen Videotrailer und Let´s Plays von den Lieblingsspielen und Figuren. Zuerst schaut Gerda ziemlich befremdet auf den Bildschirm. Dann beginnt sie neugierig Fragen zu stellen. Mit den Comicfiguren kann sie wenig anfangen. Aber die Kostüme aus dem Steampunk-Genre haben es ihr angetan. Nach und nach bedient sie den Computer immer selbstständiger, ohne es richtig zu bemerken. Dabei hat sie den Kontakt mit dieser Art von Technik immer rigoros abgelehnt. Merle lächelt still vor sich hin als ihre Großmutter begeistert immer neue Bilder findet und sie sogar abspeichert, wenn sie ihr gefallen. Merle erzählt ihr von der Idee, mit dem angeblich magischen Maschinenöl mit der Nähmaschine zu probieren. Gerda bekommt ein Glänzen in den Augen. Sie sichten die Stoffe und Applikationen, die Merle bis jetzt zum Thema Steampunk gesammelt hat.



Gerda schimpft über die schlampig hingekritzelten Maße, die Merle auf einem schräg abgerissenen Zettel mit Bleistift notiert hat. Trotz der Proteste ihrer Enkelin, sie sei total müde, nimmt sie noch einmal ordentlich Maß. Gerda genießt die jugendliche Energie, die nun ihren Körper durchströmt. Sie will jeden Moment genießen, der ihr in dieser Gestalt bleibt. Merle schläft in ihrem Bett ein, während auf dem Tisch die Schnitte entstehen.



Merle erwacht am anderen Morgen neben einer komatösen Gerda, die sie in Unterwäsche im Arm hält. Erst will sie protestieren. Dann erinnert sie sich an die übertriebenen Beschwerden ihres Großvaters, ihre Oma würde ihn irgendwann im Schlaf erdrücken. Also schleicht sich ein Lächeln auf ihr Gesicht und sie hebt langsam den Arm von sich herunter. Als sie den Kaffe aufgesetzt hat, fällt ihr das Kostüm auf dem Tisch auf. Es ist…



Zulo 5113211: ein Steampunk-Kleid für eine Edelfrau

Zulo 5113212: ein Steampunk-Outfit für eine Maschinistin

Zulo 5113213: ein Steampunk-Outfit für eine Edelkurtisane



Zurück: Oma zur Rettung! (Tf/Tg)Erklärung:
Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Zulo 51132
Oma zur Rettung!
Merle ist

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Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
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Position in der Kettengeschichte: Mag 1111111111111111111132211322211223


Fahrgemeinschaft

„Wollen wir nicht der alten Frau irgendwie helfen?“ fragt Julia Elli, als sie dann endlich zum Automaten vordringen.

„Würde ich auch gerne, aber ich möchte auf keinen Fall noch einmal hier anstehen. Ich muss nämlich mittlerweile dringend mal wohin.“

„Dann kaufe du doch bitte die Karten und ich schaue, wie ich ihr helfen kann.“

„Schätzchen, mach das.“

Elli zögert einen kleinen Moment und gibt Julia dann einen kurzen, zärtlichen Kuss. Aus der langen Schlange hinter ihr kommen sofort mehrere Kommentare:

„Wir wollen hier auch noch mal dran kommen, ihr Lesbenschlampen!“

„Genau. Nehmt euch ein Zimmer und macht Platz!“

Elli grinst in sich hinein und wendet sich dem Automaten zu. So schwierig die Situation mit Julia auch gerade ist, sie schafft es dadurch gerade mit einem erhobenen Stinkefinger zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen.


Der Automat führt sie schnell zu dem Sonderangebot, welches sie sucht. Dann möchte sie am Liebsten den Kopf vor den Monitor schlagen. Das Angebot gilt natürlich nur, wenn man acht Wochen vorher bucht. Elli macht sich auf eine Odyssee durch die Menüführung um eine alternative Fahrkarte zu erstehen.


Julia eilt der alten Dame hinterher. Vor der Tür sieht sie sie mit einer anderen, ebenso alten Frau zusammen stehen. Die beiden haben riesige Koffer dabei, die sie anscheinend mit viel Mühe hier hin gerollt haben. Sie sehen ratlos und ein wenig traurig aus. Julia geht auf sie zu.


„Grete, dann müssen wir eben doch mit dem Auto fahren. Auch wenn die Fahrt sehr lang ist, und du lange nicht mehr gefahren bist.“

„Du hast gut reden, Schwesterchen. Du hast keinen Führerschein und bist nie gefahren. Was meinst du denn, wie anstrengend so eine lange Fahrt ist. Und weil du immer Schiss vor der Fahrprüfung hattest, muss ich das jetzt auch noch alleine machen!“
„Ach Grete, nun sei doch nicht so unwirsch. Ich weiß, dass es anstrengend wird. Aber du willst doch genau so wie ich zu Melanies Hochzeit.“

„Du hast ja recht. Auch, was sollen wir nur tun?“


Julia räuspert sich leise, um auf sich aufmerksam zu machen. Grete dreht sich zu ihr um.

„Oh, hallo! Sie sind doch die junge Frau, die mir gerade mit diesem biestigen Automaten geholfen hat. Danke noch einmal.“

„Guten Tag. Ich wünschte, wir hätten ihnen besser helfen können. Sie sahen so unglücklich aus, da musst ich ihnen einfach folgen. Vielleicht kann ich etwas für sie tun?“

„Ach, wahrscheinlich können sie uns nicht helfen. Ich bin nur traurig, weil ich nun nicht weiß, wie wir beiden hier zu der Hochzeit meiner Enkeltochter kommen.“


Julia will gerade etwas sagen, da kommt Elli wutschnaubend aus dem Gebäude gelaufen. Sie lässt mit etwas lauterer Stimme Dampf ab: „Da nennen sie den Scheißschuppen „Service Point“! Leider ist dieser Service nicht existent und auf den Punkt kommt man bei dem Automaten auch nicht. Dann haben sie noch Preise, bei denen jeder die Strecke fast alleine mit dem Auto fahren könnte!“

„Beruhige dich doch erst einmal, Elli. Was ist denn los?“

„Beruhigen? Das doofe Angebot für die günstige Fahrt in die Hauptstadt gilt nur, wenn man acht Wochen vorher bucht! Das stand wahrscheinlich auf dem Plakat unten drunter. In zwei Zentimeter großer Schrift! Die Fahrt für uns beide würde vier mal so viel kosten!“

„So viel Geld haben wir nicht.“

„Richtig, so viel Geld haben wir nicht.“


Jetzt mischt sich Gretes Schwester ein: „Haben sie vielleicht einen Führerschein?“

„Ja, sicher, warum fragen sie?“ antwortet Elli.

Julia versteht sofort, worauf sie hinaus will. Sie muss leider verneinen. „Ich kann zwar fahren, habe aber meine Papiere nicht dabei.“

Grete wendet sich ihrer begeistert aussehenden Schwester zu. „Ich denke, das könnte gehen. Die beiden Mädchen haben mir sehr nett geholfen. Vielleicht ist das eine gute Idee, Ina.“

„Ich habe das neulich im Radio gehört. Das heißt Fahrgemeinschaft. Leute machen das um Geld zu sparen. Außerdem sind die Straßen dann nicht so verstopft.“

Elli schaut ein wenig irritiert, denn sie hat die Unterhaltung zwischen den beiden alten Damen vorher nicht mitgehört. „Was meinen sie denn?“

„Sie müssen zu einer Hochzeit in die Hauptstadt, möchten die lange Strecke aber ungerne fahren.“

„So ist es. Ich bin schon lange nicht mehr weiter als bis zum Supermarkt gefahren. Der Arzt ist auch nur drei Straßen weiter. Deshalb traue ich mich nicht so richtig, diese lange Fahrt alleine zu machen. Ina hat nämlich keinen Führerschein.“

Ellis Miene erhellt sich. „Wenn sie wollen fahre ich die Strecke auch alleine. Ich brauche dann nur eine ordentliche Rast auf halber Strecke. Wenn sie uns so in die Hauptstadt bringen trage ich sogar eine Schirmmütze und rede sie mit „meine Herrschaften“ an!“

„Jetzt übertreibst du aber!“ lacht Julia.

„Dann sind wir uns einig?“ fragt Ina in die Runde.

Alle nicken. Elli verschwindet eben noch in die Toiletten eines nahen Schnellrestaurants und dann begeben sie sich zum Parkhaus für Park&Ride, wo das Auto steht.


Auf dem Weg unterhalten die Vier sich munter. Sie stellen sich noch einmal namentlich vor. Alle wirken erleichtert und freuen sich auf die Fahrt. Elli und Julia schauen nicht schlecht, als sie bei dem Wagen ankommen. Es ist eine Mercedes S Klasse. Das Modell ist, passend zu der Besitzerin, ein wenig älter. Dennoch ist es ein ziemlich luxuriöses, großes Auto.


„Meine Güte,so einen dicken Schlitten habe ich echt nicht erwartet!“, meint Elli dazu.

„Ja, mein Ottmar hat dieses Auto wirklich geliebt. Kommen sie damit zurecht?“ fragt Grete etwas ängstlich, dass ihr schöner Plan daran scheitern könnte.

„Ich denke, dass ich damit schon zurecht komme. Ich werde am Anfang lediglich ein wenig vorsichtiger fahren, bis ich mich daran gewöhnt habe.“

„Gegen vorsichtiges Fahren haben wir nichts, nicht wahr Grete?“ wendet sich Ina an ihre Schwester.

„Bestimmt nicht.“

„Dann wollen wir mal!“ ruft Elli fröhlich.


Sie und Julia heben die schweren Gepäckstücke in den Kofferraum. Dann nehmen sie im Wagen platz. Julia setzt sich hinter Elli, damit Grete neben der Fahrerin ein wenig mit den Eigenheiten des Fahrzeuges helfen kann. An der ersten Ampel würgt Elli den Wagen tatsächlich erst einmal ab. Entschuldigend sagt sie dazu: „Die Maschine hat wirklich viele Pferdestärken. Da war ich jetzt wohl zu vorsichtig.“

„Das wird schon. Wir haben ja noch eine gute Strecke bis zur Autobahn, auf der du üben kannst.“ bemerkt Julia dazu und legt ihr ermunternd die Hand auf die Schulter. Elli legt einmal kurz zärtlich ihre Hand auf die ihre. Die Schwestern bemerken die kleine Geste nicht, oder sie finden nichts dabei. Die Beschleunigung auf der Autobahn ist wirklich phänomenal. Sie sind endlich auf dem Weg zu ihrem Ziel. Alle sind erleichtert und unterhalten sich fröhlich. Nach einer ganzen Weile, die Gespräche sind ein wenig zum Erliegen gekommen, fragt Ina nach etwas Musik. Grete wendet sich an die Fahrerin: „Welche Art von Musik hören sie denn? Ich möchte sie beim Steuern nicht ablenken oder stören.“

„Ich mag viele Arten von Musik. Sie würden mir lediglich einen Gefallen tun, wenn ich nicht die ganze Fahrt über Volkstümliche Schlager hören müsste.“

„Ja, bitte.“ kommt es auch von Julia.

„Dann hast du leider Pech gehabt, Ina!“ lacht Grete, als sie sich ihrer Schwester zuwendet.

„Ina hört so ein Zeug. Ich mag eher Klassik, Jazz oder Swing.“

„Das ist schön!“ freut Elli sich.

„Wenn es denn sein muss!“ grummelt Ina vor sich hin. „Da haben sich ja zwei gefunden!“

Begeistert kramt Grete im Handschuhfach und fördert eine Softshellmappe mit CD´s zu Tage. Sie sucht eine davon aus und schiebt sie in die Anlage des Wagens.


„Jetzt bin ich wirklich beeindruckt!“ lacht Elli.

Grete freut sich sehr, endlich einmal wieder mit anderen Menschen zusammen Musik zu hören. Sie gibt mit Hingabe den DJ. Dabei schwärmt sie in Erinnerungen, und erzählt von verschiedenen Situationen, die sie beim Tanzen erlebt hat. Sie erzählt den beiden Mädchen aus ihrem Leben: „Ich habe meine Jugend in der Hauptstadt verbracht, und bin, als ich meine Lehre abgeschlossen hatte, dann in die Stadt gezogen, wo wir uns begegnet sind. Dort habe ich auf einer Reise nämlich meinen Mann kennen gelernt. Irgendwann ist Ina dann nachgekommen, weil sie sich auf einem Volksfest in Ottmars besten Freund verliebt hat.“

„Ja, das war ein wirklich romantischer Abend! Zwei Junge Pärchen am Baggersee. Ottmars Tante sollte im Namen unserer Mutter eigentlich die Governante spielen, doch wir mussten sie "leider" betrunken nach Hause fahren. Hach, was war das für ein schöner Abend!“

„Ja, Wirklich!“

Die beiden Schwestern schwelgen einen Moment in ihren Erinnerungen. Dann nimmt Grete den Faden ihrer Erzählung wieder auf: „Meine Nichte Melanie hat dann vor ein paar Jahren beschlossen, in der Hauptstadt zu studieren. Sie hat meine Geschichten aus der Jugendzeit immer geliebt. So kam es zu dem Entschluss, dass sie auch einmal dort leben wollte. Eigentlich hatte sie geplant, nach dem Studium wieder zurück kommen. Dann hat sie dort einen tollen Mann kennen gelernt und ist geblieben. So läuft das Leben. Und jetzt heiraten die Beiden. Sie sind so ein süßes Paar!“

„Das sind sie wirklich!“, bestätigt Ina. „Sie haben uns extra besucht, um uns das persönlich und als ersten mitzuteilen.“

Man merkt den beiden an, dass sie richtig stolz darauf sind, solch eine Wichtigkeit für Gretes Nichte zu haben.

„Meine Tochter, Melanies Mutter, ist leider an Krebs gestorben. Der Vater ist ein Taugenichts. Aber zum Glück hat sie uns gehabt.“

„Ich hätte auch gerne so eine Großmutter wie Euch gehabt.“, nickt Elli als sie auf einen Rasthof fahren. Sie ist nun doch ein wenig geschafft und benötigt eine Pause.

„Mein Bein ist ganz taub. Wir müssen hier rasten.“

„Eigentlich möchte ich gerne etwas vernünftiges Essen!“ bemerkt Ina. „Wollen wir nicht vielleicht in die nächste Ortschaft abfahren und dort irgendwo einkehren?“

„Das ist eine gute Idee!“ nickt Grete. „Elli hat sich wirklich eine Pause verdient.“

„Wie viel Geld haben wir denn noch, Elli?“ fragt Julia besorgt, denn sie konnte ja nicht einmal mehr die normalen Fahrkarten bezahlen. Für die Hauptstadt brachen sie ja auch noch etwas Geld für eine Unterkunft. Elli schaut in ihrer Tasche nach. „Wenn es nicht zu vornehm ist, geht das schon noch.“


„Auf der anderen Seit kommen wir dann erst recht spät am Ziel an. Das gilt es auch zu bedenken.“

„Ach Julia, du bist gerade sehr nachdenklich, nicht wahr? Komm her!“


Elli nimmt sie fest in den Arm. Erst jetzt merkt Julia, wie sehr sie auf der ganzen Fahrt über die Ereignisse der vergangenen Tage nachgegrübelt hat. Sie schließt die Augen und lässt den Kopf auf Ellis Schulter sinken. Tatsächlich entspannt sie sich in den Armen ihrer Freundin sofort.


Sie beschließen…


Mag 11111111111111111111322113222112231: im nächsten Ort einzukehren.

Mag 11111111111111111111322113222112232: , dass sie nur kurz rasten und Grete dann ein Stück fährt.



Zurück: Reiseziel: Hauptstadt (Tf/Tg)Erklärung:
Dieser Text ist Teil einer Kettengeschichte. Unten in dem Dokument kann man per Link zum vorherigen Teil der Geschichte zurück. In den Kommentaren stehen dann Links mit einer Kurzbeschreibung zu den möglichen weiteren Verläufen der Geschichte. Aus diesem Grund sind die Texte nicht abgeschlossen. Es handelt sich hier eher um ein „Gesamtkunstwerk“. Der Vorteil ist, dass auch andere Autoren diese Geschichte weiter schreiben können. Dazu müssen sie nur die oben genannten Links einfügen. Das Thema meiner Fantasy und Science Fiction Geschichten ist grob gesagt „Verwandlung“. Ich finde die Idee spannend anders sein zu können, sei es durch Magie, VR oder Technologie. Disclaimer: Die Geschichte werden manche doof oder ekelig finden. Diesen Leuten empfehle dringend einfach nicht weiter zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen

Position in der Kettengeschichte: Mag 111111111111111111113221132221122
Reiseziel: H

Hallo Ihr Lieben!
Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr. Ich bin gerade gut durchgefeiert und schön betrunken. Trotzdem fühle ich mich beflissen Euch etwas mitzuteilen: Ich hatte mir für den Jahreswechsel 100 Devianteinträge vorgenommen. Und es sind nur 98 geworden. Es hat mich vor der Party ein wenig geärgert weil ich mein Ziel verfehlt habe. Wie dumm das doch war. Ich habe eine Menge Text geschrieben und es ist noch einiges in der Pipeline. Eigentlich bin ich glücklich darüber. Und manchmal muss man sich auch von Anderen helfen lassen. Es gibt nämlich mittlerweile zwei Beiträge von anderen Deviants zu meiner Geschichte. Da haben wir die Hundert. Alles ist gut. Ich wünsche Euch und mir, dass wir auch mit den Vorsätzen für das Jahr 2017 so umgehen: realistisch bleiben und uns an dem freuen, was wir haben. Nicht Alles kaputt denken weil wir etwas nicht geschafft haben.

Ich danke Euch für die vielen Favs und Nachrichten, die ich erhalten habe. Ich hatte am Anfang viel Angst davor nur Getrolle und Borniertheit zu erleben. Auf so positives Feedback war ich nicht vorbereitet. Danke, danke, danke:

Auf ein schönes 2017, möge es ein gutes Jahr werden. Für mich persönlich ist auf jeden Fall noch Platz nach Oben auf der Juhuu - Skala.

Gruß Druide

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Sternendruide
Germany

Comments


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:iconsenorincognito69:
SenorIncognito69 Featured By Owner May 14, 2017  Hobbyist Writer
Thanks for the watch! ^^
Wish I could read your stories... ><
Reply
:iconsternendruide:
Sternendruide Featured By Owner May 15, 2017
I will work on the translation into english if i find the time. At the moment i lack in time for writing, so this "bonus" will have to wait a while. But i am planning to do it.

Druide
Reply
:iconsenorincognito69:
SenorIncognito69 Featured By Owner May 15, 2017  Hobbyist Writer
Nice, good to know! ^^
Reply
:icondrake2345:
Drake2345 Featured By Owner Mar 6, 2017
hi du
Reply
:iconeyebeast:
EyeBeast Featured By Owner Mar 5, 2017  Hobbyist Writer
Thank you for watching!
Reply
:iconcyckath:
CycKath Featured By Owner Feb 13, 2017
Thanks for the watch :)
Reply
:iconrieajane:
Rieajane Featured By Owner Jan 15, 2017  Hobbyist Artist
dir mal einen netten Kommentar da lasse und mich auf jedes weitere deiner Kapitel der Geschichten freue 
Reply
:iconsternendruide:
Sternendruide Featured By Owner Jan 15, 2017
Danke. Ich habe tatsächlich gerade ein kleines Energieleck. Bin ein wenig krank und mit Kopfweh schreibt es sich nicht so entspannt. Willst du meine Muse sein und das nächste Kapitel entscheiden, dass ich schreibe? Dann habe ich mehr "Druck" zu liefern ;o)
Reply
:icondrake2345:
Drake2345 Featured By Owner Mar 7, 2017
bin ehrlich gesagt ideenlos für Storys
Reply
:iconsilicarose:
SilicaRose Featured By Owner Dec 26, 2016  Hobbyist Artist
Thank you very much for the :+devwatch:~
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